
Marktumfeld Deutschland
Die erneuerbaren Energien sind weiterhin auf dem besten Weg, die für 2030 prognostizierten Leistungsziele zu erreichen. Im Jahr 2025 stammten bereits knapp 60 % des in Deutschland ins Netz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien, womit das starke Niveau des Vorjahres gefestigt wurde.
Photovoltaikanlagen erzeugten im Jahr 2025 rund 90 TWh, wovon gut 70 TWh in das Stromnetz eingespeist wurden – ein erneuter Anstieg von etwa 17 % bei der Netzeinspeisung im Vergleich zu 2024. Der Ausbau der Photovoltaik schreitet nach wie vor in hohem Tempo voran, und auch die Ausbauziele für das Jahr 2026 könnten abermals übertroffen werden. Probleme mit dem Stromnetz werden aktiv angegangen und die Zukunft sieht vielversprechend aus.
Mitteleuropa und seine Länder haben unterschiedliche Preistarife und es ist im europäischen Verbund oft günstiger, Strom zu importieren. Nachdem der Importüberschuss in Deutschland im Jahr 2024 noch bei rund 31,9 TWh lag, sank dieser Wert 2025 wieder deutlich auf etwa 18 bis 19 TWh. Bei einem Preisunterschied von bis zu 10 % bleibt es finanziell jedoch oftmals sinnvoller, Strom günstig aus dem Ausland zu importieren, als ihn im eigenen Land aus teuren konventionellen Quellen zu erzeugen.
Die Märkte für erneuerbare Energien verbessern sich stetig und die absehbare Zukunft einer autarken, klimaneutralen Stromversorgung scheint möglich, wenn die Kostenkalkulationen weiter ausgeglichen und Flexibilitäten im Netz verbessert werden können.


